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RÜCKBLICK

.vernetzt#-Das Zukunftscamp 2014

ALL IS LOST / NICHTS IST SCHON ZU SPÄT

3 Tage, 25 Veranstaltungen: 9. – 11. Oktober 2014

Die Welt in der wir leben wird bestimmt von großen Umbrüchen. Sie hinterlassen ein beklemmendes Gefühl der Ratlosigkeit. Doch bedeuten diese Umbrüche eine Katastrophe? Oder liegt in ihnen die große Chance, unsere Welt anders zu gestalten — vielleicht sogar besser?

Vom 09.10. bis zum 11.10.2014 fand das zweite .vernetzt#-Zukunftscamp, dieses Jahr mit dem Schwerpunktpaar „ALL IS LOST/NICHTS IST SCHON ZU SPÄT“, gemeinsam mit und auf Kampnagel statt und wurde insgesamt von über 3800 Besuchern wahrgenommen. Höhepunkt des viertägigen Camps war der Kongresstag am 11.10.2014, bei dem etwa 1.200 Menschen aktiv an den über 20 Veranstaltungen teilnahmen. Diskussionen, Filmvorführungen, Science Slam, Ausstellungen und Theaterstücke füllten ein vielfältiges Programm. Ziel des Camps war es gemeinsam mit dem Publikum und ausgewählten Experten eine Topographie des Neuen zu suchen.

Dem Eröffnungsvortrag des britischen Wissenschaftlers Stephen Emmott zum Thema „10 Milliarden“ folgten Diskussionen zu den Herausforderungen von drohender Überbevölkerung und Klimawandel oder der Zukunft von Demokratie unter Beteiligung von Podiumsteilnehmern wie Kurt Biedenkopf, Reiner Klingholz und Ulrike Guérot. Es wurde darüber gesprochen ob technologischer Fortschritt und das Internet uns Menschen als Arbeitskraft ersetzen und ZEIT-Redakteurin Petra Pinzler diskutierte mit dem Ökonom James Meadway über die Entwicklung des Kapitalismus.

Besondere Highlights waren der Workshop „Stadtmacher“ des Thinktanks Nexthamburg, oder die Präsentation des Konzepts für neuartige Flüchtlingsunterkünfte von morethanshelters.

Abgerundet wurde das Zukunftscamp durch zusätzliche Veranstaltungsformate wie einen Science Slam, die Filmvorführungen „Grown in Detroit“ und „Empire Me“ von Flexibles Flimmern oder der Lecture Performance „DOUBLE GAME“ von Katarina Stegnar. Zum Ende des Fortschritts-Camps zeigte Kampnagel noch einmal „Nach einer wahren Geschichte“ von Christian Rizzo und „Die kosmische Oktave“ von Ulrich Rasche und Nis-Momme Stockmann.

  • Wie können wir eine Erde mit 10 Milliarden Menschen teilen?
  • Frisst die Finanzkrise unsere Zukunft?
  • Wie verteidigen wir unsere Freiheit im Internet?
  • Wo bleiben wir, wenn Algorithmen und Roboter unsere Jobs übernehmen?
  • Wie können Deutschland und Europa die Stürme des 21. Jahrhunderts bestehen?
  • Was können wir von anderen Kulturen und Orten lernen?
  • Was treibt uns an, etwas zu verändern?

Was bleibt übrig, wenn wir vieles verlieren, von dem wir glauben, dass es uns ausmacht? Vielleicht müssen wir uns ganz neu erfinden. Nichts ist schon zu spät!

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