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Tanz

CHRISTIAN RIZZO / L’ASSOCIATION FRAGILE (FR)
Nach einer wahren Geschichte
[D´APRÈS UNE HISTOIRE VRAIE]

Dauer: ca. 70 Min. / Tickets: 32 / 24 / 12 Euro (erm. ab 8 Euro)

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Das .vernetzt#-Zukunftscamp startet zur Kampnagel-Spielzeiteröffnung mit der international gefeierten Tanzproduktion NACH EINER WAHREN GESCHICHTE [D’APRÈS UNE HISTOIRE VRAIE], uraufgeführt beim Festival d’Avignon 2013. Das Stück basiert auf einem Erlebnis, das der Choreograf und bildende Künstler Christian Rizzo in Istanbul hatte und nicht wieder vergessen sollte: Kurz vor einer Performance stürmte eine Männergruppe die Bühne und fing unvermittelt an, einen volkstümlichen Tanz aufzuführen, um kurz darauf ebenso schnell wieder zu verschwinden. Für Rizzo war der Tanz ebenso fremd wie bewegend und das Ereignis war für ihn so prägend, dass er es beinahe zehn Jahre später zum Anlass nahm, sich auf die Suche nach Momenten des Gemeinsamen und Gemeinschaftlichen in folkloristischen Tänzen zu machen. Entstanden ist eine mitreißende Choreographie, die populäre und zeitgenössische, folkloristische und religiöse Gruppentänze verbindet. Zum Soundscape zweier Live-Schlagzeuger bilden sie einen Reigen der Berührungen, aus dem immer wieder neue Konstellationen männlicher Rituale auftauchen. Gibt es bestimmte Bewegungen, Muster oder Formationen, die — egal woher sie stammen — uns alle in Bewegung setzen, uns antreiben und zur Gemeinschaft verbinden? Was macht uns als
Gemeinschaft aus und stark? Mit diesen Fragen beginnt das Zukunftscamp 2014.

Film

GROWN IN DETROIT

Mascha & Manfred Poppenk, Niederlande, USA 2009 / In englischer Sprache

grown-in-detroitSeit 1995 hat Detroit über die Hälfte seiner 2 Mio. Einwohner verloren. Ein Drittel aller Grundstücke wird nicht mehr bewohnt, über 35.000 Häuser stehen leer. Detroit ist die größte „Shrinking City“ der Welt. Diese Implosion birgt auch Möglichkeiten, mit dem Szenario einer Postwachstumszeit zu experimentieren. So gründeten sich Initiativen wie etwa „Grown in Detroit“, die verlassene Grundstücke landwirtschaftlich nutzt, und die Stadt entwickelt sich langsam zu einer großen städtischen Farm. Der Film zeigt, wie Menschen sich eine neue Perspektive aus einer Krise heraus erarbeiten, von der sie nicht dachten, dass sie sie beeinflussen könnten.

Kurator: Holger Kraus, Flexibles Flimmern
www.flexiblesflimmern.de

Theater

Ulrich Rasche / Nis-Momme Stockmann
DIE KOSMISCHE OKTAVE

Dauer: ca. 135 Min. / Tickets: 22 / 12 Euro (erm. ab 8 Euro)

Für DIE KOSMISCHE OKTAVE lässt sich Regisseur Ulrich Rasche von Goethes „Wahlverwandtschaften“ inspirieren, versieht den Stoff jedoch mit einem gänzlich neuen Text des mehrfach ausgezeichneten jungen Dramatikers Nis-Momme Stockmann. Im Zentrum des Theaterabends stehen die inneren Konflikte des Selbst in der Jetzt-Zeit.

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Der Protagonist des Dramas ist ein junger Autor, der in einer Art Selbstgespräch zu ergründen sucht, warum er noch immer an alten Idealen wie Ehe, Familie und Heimat hängt, obwohl diese längst nicht mehr lebbar scheinen. Warum fällt es heute so schwer, „Ich liebe Dich“ zu sagen? Braucht es nur neue Begriffe — oder sind in dieser Welt keine „echten“ Gefühle (mehr) möglich? Wann hat das angefangen? Mit diesen Fragen an die Fragilität der Spätmoderne leitet das Stück in die Thematik des diesjährigen Zukunftscamps ein.

Science Slam

Science Slam

science-slamJunge Wissenschaftler aus ganz Deutschland haben beim SCIENCE SLAM zehn Minuten Zeit, um ihr Forschungsprojekt in einem unterhaltsamen Vortrag vorzustellen. Rund um die Themen des Zukunftscamps geben sie Einblick in ihre aktuelle Arbeit. Beim SCIENCE SLAM verlässt die Wissenschaft den Elfenbeinturm, geht neue Wege der Wissensvermittlung und stellt sich der Popkultur. Das Publikum ist die Jury.

 

Moderation

Julia Offe sucht als Wissenschaftsjournalistin neue Formen der Wissenschafts-
kommunikation und hat das Format SCIENCE SLAM populär gemacht.
www.scienceslam.de

Film

EMPIRE ME –
DER STAAT BIN ICH!

Paul Poet Österreich, Luxemburg , Deutschland 2011
Dauer: ca. 100 Min., Eintritt: 10 Euro (AK)

empire-meWer hat sich noch nie vorgestellt, aus seinem Alltag auszubrechen und ein völlig neues Leben — jenseits aller Konventionen und Zwänge — zu beginnen? Der Traum von Utopia, vom besseren Leben im irdischen Paradies wird von Menschen seit jeher und in immer neuen Versionen geträumt. Doch lassen die zunehmend engmaschigen Lebensprinzipien der globalisierten Weltordnung kaum Alternativen und Visionen zum Bestehenden zu. Jetzt macht ein Phänomen damit Schluss: Immer häufiger werden Gegengesellschaften gegründet. Auf der Suche nach einer idealen Lebenskultur entstehen Hunderte Do-it-yourself-Staaten als eigene kleine Welten.

Kurator: Holger Kraus, Flexibles Flimmern
www.flexiblesflimmern.de