Diskussion //
Digitale Demokratie zwischen Realität und Utopie – Wie wollen wir entscheiden?

Es ist längst nicht mehr nur die Piratenpartei – auch andere Akteure versuchen das Feld demokratischer Verständigung zu erweitern: Abgeordnete aller Parteien interagieren im Netz immer intensiver mit den WählerInnen, Parteien experimentieren mit digitaler Abstimmungssoftware. Aber wie genau kann Partizipation im Netz stattfinden? Reicht es, wenn Politiker soziale Netzwerke benutzen? Bereichert es unsere Demokratie wirklich, wenn online tatsächliche Entscheidungen getroffen werden? Wie macht man Demokratie im Netz zeitgemäß, ohne diejenigen abzuhängen, die nicht (immer) online sind? Wir wollen informieren und diskutieren, um am Ende der alles entscheidenden Frage ein Stück näher zu kommen: Wie wollen wir in Zukunft entscheiden?

MIT:
# Stephan Klecha ist Politikwissenschaftler und Mitarbeiter am Göttinger Institut für Demokratieforschung, der das Phänomen Piratenpartei und ihre politischen Prozeduren untersucht.
# Daniel Reichert ist Vorstandsvorsitzender von Liquid Democracy e.V., der innovative Konzepte zur demokratischen Teilhabe, Transparenz und zur Stärkung der gesellschaftlichen Partizipation erarbeitet.
# Roman Ebener ist Leiter der Kommunalprojekte bei „abgeordnetenwatch.de“, die den direkten öffentlichen Dialog und Austausch zwischen Bürgern und Abgeordneten im Internet fördern.
# Johannes Ponader ist Autor, Schauspieler, Regisseur und selbsternannter „Lebenskünstler“, der seit 2010 politischer Geschäftsführer der Piratenpartei ist und u.a. das bedingungslose Grundeinkommen verfechtet.

MODERATION:
# Johannes Schneider ist Redakteur des Tagesspiegel.

ZEIT: 14.45 – Im Anschluss an die Rede von Wolfgang Kraushaar
ORT: Foyer/ Kampnagel, Jarrestraße 20, 22303 Hamburg (Anfahrt)
EINTRITT: frei

Anmeldung erbeten.