Termine und Aktuelles

Malte Spitz

Bucerius Lab Vortrag und Gespräch

Mit Malte Spitz, Bucerius Lab Fellow

 

Di. 23.10.2018
19 Uhr / Eintritt frei

 

Ort: Zentralbibliothek der Bücherhallen
Hamburg
Am Hühnerposten 1

 

Selbstbestimmt leben im digitalen Zeitalter

 

Persönliche Daten im Internet werden genutzt, um umfassende Profile über uns zu erstellen. Was mit unseren Daten passiert, können wir kaum kontrollieren. Der Vortrag sensibilisiert für die Risiken der Preisgabe persönlicher Daten und erläutert, wie wir uns schützen können.

 

Eine Veranstaltung des Bucerius Labs der ZEIT-Stiftung in Kooperation mit dem Netzwerk Ethik heute und den Bücherhallen Hamburg.

Podiumsdiskussion

 

MI. 17.10.2018
20 Uhr / Eintritt frei

 

Ort: Bucerius Law School
Heinz Nixdorf-Hörsaal
Jungiusstraße 6
20355 Hamburg

 

Internet Governance: Freiheit und Souveränität im digitalen Zeitalter

 

Den Startschuss zur Initiative der Digitalen Grundrechte-Charta gab die Frage nach dem Schutz der Souveränität und Freiheit des Einzelnen im Zuge der Digitalisierung. Nicht nur der NSA-Skandal 2013, sondern auch die diesjährige Kongressanhörung des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg erinnern nur zu gut an das Missbrauchspotenzial im Bereich digitaler Datenverarbeitungsprozesse. Themen des Datenschutzes sind dabei schon lange keine Randerscheinungen mehr, sondern bilden den Kern einer vornehmlich politisch und juristisch geprägten Auseinandersetzung. Auch die Grundrechte-Charta wurde seit ihrer Veröffentlichung im Jahr 2016 Gegenstand einer lebhaften Diskussion hinsichtlich effektiver Rechtsschutzmöglichkeiten in der digitalen Welt.

Genau an diese Debatte soll die Veranstaltung „Internet Governance: Freiheit und Souveränität im digitalen Zeitalter“ anknüpfen: Lässt sich überhaupt von einer „analogen“ und einer „digitalen“ Welt sprechen, welche unterschiedlicher rechtlicher Instrumente bedürfen? Wie kann eine effiziente Umsetzung „digitaler“ Rechtsschutzmöglichkeiten aussehen? Welche Aspekte sind dabei aus juristischer, politischer und technischer Sicht zu berücksichtigen?

 

Dr. Ulf Buermeyer, Richter am Landgericht Berlin, z.Zt. wissenschaftlicher Mitarbeiter des Verfassungsgerichtshofs des Landes Berlin, Vorsitzender der Gesellschaft für Freiheitsrechte

Dr. Winfried Veil, Referent im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, private Podiumsteilnahme als Datenschutzexperte und Herausgeber eines Kommentars zur DS-GVO

Carl Coste, Student, Bucerius Law School (Moderation)

 

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

OUT OF OFFICE

 

Ab 7.11.2018

Museum der Arbeit

Wiesendamm 3

22305 Hamburg

 

Eröffnungsfestival

 

Am 10.11.2018

11-20 Uhr

Museum der Arbeit

Wiesendamm 3

22305 Hamburg

 

Save The Date

OUT OF OFFICE: Wenn Roboter und KI für uns arbeiten

 

Die Ausstellung „Out of Office“ zeigt vom 7. November 2018 bis 19. Mai 2019 im Museum der Arbeit in Hamburg, welche fundamentalen Umbrüche durch Roboter und Künstliche Intelligenz (KI) es in der Arbeitswelt bereits gibt, welche womöglich noch bevorstehen und fragt, wie wir als Menschen und als Gesellschaft damit umgehen wollen.

Roboter und KI sind uns überlegen beim Schach, oder beim Pokern – was, wenn sie an unserer Stelle arbeiten? Lassen wir die gewohnte Arbeitswelt damit für immer hinter uns – oder wird es neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine geben? Arbeiten wir dann befreit und selbstbestimmt – wie und von wo wir wollen?

In 11 Stationen erkundet die Ausstellung „Out of Office“ die neuen Dimensionen der Veränderung und gibt Orientierung in der Diskussion. Welche Folgen hat es, dass Maschinen schon heute Daten im großen Maße verwalten und dem Menschen zunehmend das Denken abnehmen? Schon jetzt leben wir mit KIs zusammen – sie stecken in Smartphones und verstehen unsere Sprache, sie beobachten uns im Internet, montieren unsere Autos, bewerten im Auftrag von Versicherungen unsere Gesundheit, spekulieren mit unserem Geld. Digitalisierung, Roboter und KI schaffen eine neue Stufe des Wandels. Er wird die Infrastruktur der Arbeitswelt fundamental zu verändern – sowohl zum Positiven als auch Negativen. Übernehmen KI und Roboter womöglich praktisch jedwede Arbeiten, die heute Menschen tun? Was wäre dann das genuin Menschliche?

„Out of Office“ ist ein Ausstellungsprojekt des Museums der Arbeit und des Bucerius Lab der ZEIT-Stiftung. Alle Infos zum Museum, zur Ausstellung und dem informativen Begleitprogramm demnächst unter www.museum-der-arbeit.de oder www.buceriuslab.de oder #oooyeahmuseum

Flyer als PDF herunter laden

Rückblick: Bucerius Lab Symposium 2018:

Schafft der Mensch den Menschen ab?
13.+14. April 2018

 

Die Digitalisierung der Arbeit ist sehr konkret: Menschenleere Fabriken, selbstfahrende Autos, die demnächst tausende Lastwagenfahrer überflüssig machen könnten, Algorithmen, die bereits juristische Fälle recherchieren oder der vollautomatische Check-In am Flughafen – in immer mehr Bereichen wird deutlich, dass die Digitalisierung unsere Arbeitswelt komplett auf den Kopf stellen wird. Was sind die Folgen dieser Transformation, die vom Fabrikarbeiter bis zum Manager jeden betreffen wird? Welche Rolle spielen künftig Menschen und Maschinen – und handeln wir miteinander oder gegeneinander?

 

„Die Zukunft der Arbeit im digitalen Zeitalter – Schafft der Mensch den Menschen ab? “ fragte das zweite Bucerius Lab Symposium am 13. und 14. April 2018 im Museum der Arbeit in Hamburg. Es bietet Bürgern und Experten ein Forum zu den Folgen der Digitalisierung. In der Tradition der Zukunftscamps der ZEIT-Stiftung wurde zwei Tage lang ein vielfältiges Programm aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur bestehend aus Vorträgen, Diskussionen, Workshops, Science Slam und Filmen geboten.

 

Die Veranstaltung fand statt in Kooperation mit dem Museum der Arbeit Hamburg und Wissenschaft im Dialog anlässlich des Wissenschaftsjahres 2018 „Arbeitswelten der Zukunft“.

Zur Konferenz-Webseite: http://www.buceriuslab.de/symposium2018/

Die Videodokumentation der Tagung folgt in einigen Wochen hier an dieser Stelle. 

JETZT IM HANDEL: Malte Spitz Fellowprojekt als Buch im Verlag Hoffmann und Campe: DATEN – DAS ÖL DES 21. JAHRHUNDERTS? Nachhaltigkeit im digitalen Zeitalter.

Bucerius Lab im Museum der Arbeit

Referent: Timo Daum, Medienkünstler, Physiker und Hochschuldozent für Digitalwirtschaft, Berlin
Moderation: Christoph Twickel, ZEIT-Hamburg

Rückblick: Was würde Karl Marx zum digitalen Zeitalter sagen?

 

Am 22.1.2018 fand im Museum der Arbeit Hamburg ein Gespräch über die Folgen der Silicon-Valley-Ökonomie mit dem Autor Timo Daum statt.

Karl Marx beschreibt in seinem Hauptwerk eindrucksvoll die Logik des Kapitalismus im anbrechenden Industriezeitalter. Und heute? Was würde Marx wohl von unserer Welt halten, vom Internet, von user-generated content, dem Silicon Valley, kurz: Wie würde Marx den „Digitalen Kapitalismus“ unserer Tage analysieren und kritisieren?

Mit dieser Frage hat sich der Medienkünstler, Physiker und Hochschullehrer Timo Daum beschäftigt. In seinem Buch „Das Kapital sind wir“ erforscht er die widersprüchliche Weltverbesserungsrhetorik des Silicon Valleys, deren Protagonisten uns mit jeder neuen App eine bessere Zukunft für die Menschheit versprechen – und gleichzeitig ein digitales Prekariat von digitalen Tagelöhnern beschäftigen. „Ein Heer von Mikro-Entrepreneuren, befreit von Festanstellungsverträgen und gesetzlichen Regelungen, versucht in den Prärien des digitalen Wilden Westens sein Glück: Jeder kann für fünfzehn Minuten ein Unternehmer sein! Und hält sich vielleicht zukünftig mit dem bedingungslosen Grundeinkommen über Wasser.“

Zum Auftakt des 200. Geburtsjahres von Karl Marx diskutierte Timo Daum gemeinsam mit dem Kulturkritiker Christoph Twickel (ZEIT-Hamburg), was wir von Karl Marx für die Deutung des digitalen Zeitalters lernen können.

AM WANDEL DER ZEIT:
DER BUCERIUS LAB BLOG!

(#) Wir fordern digitale Grundrechte: digitalcharta.eu
Diskutieren Sie mit uns auch auf Twitter: #buceriuslab

Lab-Fellows

Derzeit Fellows im Lab: Magdalena Taube,  Johnny Haeusler, Julian Petrin, Malte Spitz, Matthias Spielkamp,  Lorena Jaume-Palasí,

Das Fellow-Programm des Bucerius Lab richtet sich an digitale Querdenker, (Nachwuchs-)Wissenschaftler, Autoren und Künstler, die den öffentlichen Diskurs rund um Chancen, Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten des digitalen Wandels für unsere Gesellschaft bereichern möchten.

DOKUMENTATION

Malte Spitz

Lunch Session #6
Daten, das neue Öl?
Wie sich Macht im digitalen Zeitalter neu ordnet

Lab Lecture #8
Tod durch Tesla, oder: Warum wir eine (andere) Diskussion über Algorithmen brauchen

Lunch Session #4
Digi-Polis: „Smart Cities“ – Utopie oder Bedrohung?

Lab Lecture #5
The Ethics of Virtual Reality

Lab Lecture #2
Mensch und Technik. Ein historisches Triple-A-Rating

Lab Lecture #12
Was wir zu denken wagen! (What we dare to think!)

Martin Fuchs

Lunch Session #5
Der Aufstieg der Bots: Gefahr für unsere Demokratie?

Lunch Session #3
Algorithmic News in the 2016 US Election

Lunch Session #2
Wie die Digitale Ökonomie unsere Welt verändert – und wie wir sie gestalten sollten!

Lab Lecture #3
Wie Algorithmen das Recht und unsere Demokratie herausfordern

Lunch Session #7
Redefining the City

THE YES MEN

Lecture and discussion
THE YES MEN: Inventing realistic utopias for a digital age

Lab Lecture #9
Demokratie und Manipulation im digitalen Zeitaltern

© Norman Posselt

Lab Lecture #6
Politische Mikrostrukturen: Netzprojekte und ihre Regelwerke

Lab Lecture #4
Organisierte Liebe

Lab Lecture #11
Was wir erwarten (können)!

Lab Lecture #10
Lecture zur Zukunft der Arbeit: Was wir fordern! 

Lab Lecture #7
Internet Governance als Thema der Weltpolitik? Wie der Cyberspace zum Raum für globale Diplomatie wird

Lunch Session #1
Das Ende der Arbeit wie wir sie kennen: Sechs Szenarien für Deutschlands Arbeitswelt 2030

Lab Lecture #1
Die Kreative Revolution – oder: Was wir vom Silicon Valley lernen müssen, um in die Wissensgesellschaft zu kommen

Über uns

Das Bucerius Lab ist ein Labor für Zukunftsfragen. Es konzentriert sich auf den digitalen Wandel, der in den letzten Jahren zu einem zentralen Motor gesellschaftlicher, ökonomischer, politischer und kultureller Veränderungen geworden ist. Mit dem Lab schließt die ZEIT-Stiftung nahtlos an die Arbeit der Initiative „.vernetzt# – Wie wollen wir leben?“ an. Neben Veranstaltung wird es viele neue Aktivitäten zum digitalen Wandel geben.
Was bedeutet dieser digitale Wandel für Demokratie, Ökonomie und Kultur, welche Chancen und Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet er?

Ob die kalifornisch geprägte Digital-Kultur zu einem europäischen Gegenentwurf herausfordert, wie sich die Digitalisierung entwickeln muss, damit sie der gesellschaftlichen Entwicklung nutzt und nicht zur Bedrohung wird, welche „best practices“ sichtbar sind und ob der digitale technische Fortschritt auch zum gesellschaftlichen Fortschritt genutzt werden kann – das unabhängige ergebnisoffene Labor entwickelt dazu eigene Impulse, Debattenbeiträge und Handlungsoptionen und möchte damit den gesellschaftlichen Diskurs bereichern.